Damery und Fleury-la-Rivière

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Dépt. Marne (51), Champagne-Ardenne, Frankreich
Eozän; Lutetium

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Geographie


 


Übersichtskarte Frankreich. Der rote
Punkt markiert die ungefähre Lage der
Fundstelle. 

 
 



Geologie





Eingangsbereich der teilweise mit Bau- schutt verfüllten und fast zugewachs-
enen alten Sandgrube nordwestlich von Damery, nördlich der Route d'Arty (D22a) zwischen Fleury-la-Rivière und Venteuil, kurz vor Arty.
Foto vom 05. Juni 1998

Weinberg rechts vom Eingangsbereich
der alten Sandgrube nordwestlich von Damery, nördlich der Route d'Arty (D22a) zwischen Fleury-la-Rivière und Venteuil, kurz vor Arty.
Foto vom 06. Juni 1998

   


Eingangsbereich der alten Sandgrube nordwestlich von Damery, nördlich der Route d'Arty (D22a) zwischen Fleury-la-Rivière und Venteuil, kurz vor Arty. Inzwischen wurden hier die Bäume und der Bauschutt entfernt und ein weiterer Weinberg angelegt.
Foto vom 27. März 2005

 

Eingangsbereich der alten Sandgrube nordwestlich von Damery, nördlich der Route d'Arty (D22a) zwischen Fleury-la-Rivière und Venteuil, kurz vor Arty (Blick in Richtung Norden, Links ist die kleine Ortschaft Arty, Rechts geht es nach Fleury-la-Rivière).
Foto vom 16. Mai 2010



Fossilien




 
  Campanile (Campanilopa)
  giganteum 
 
(LAMARCK, 1804)                   52 cm
  Slg. und Foto: A.E. Richter, Augsburg


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Fundmöglichkeiten

Leider keine mehr. In der einzigen verbliebenen Sandgrube nordwestlich von Damery, nördlich der Route d'Arty (D22a) zwischen Fleury-la-Rivière und  Venteuil, kurz vor Arty wurde inzwischen ein weiterer Weinberg angelegt. Auch in den Weinbergen rings um die Grube bestehen keine Fundmöglichkeiten mehr, da die Weinbauern den Boden teilweise mit Plastikgranulat abgedeckt haben, wahrscheinlich zum Schutz vor Erosion.
Auch in den Weinbergen rund um Fleury-la-Rivière und in dem, etwa auf halbem Weg nordöstlich in Richtung Cormoyeux gelegenen, kleinen Waldstück, bestehen leider keine Fundmöglichkeiten mehr

  
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Literatur (Auswahl)

RICHTER, A. E. (1990):  Damery - Molluskenfauna des  Eozän.
In: Klassische Fundstellen der Paläontologie, Band II: 23 Fundgebiete und Auf- schlüsse in Dänemark, Deutschland, England, Frankreich, Österreich, Schweiz und Tschechoslowakei. Herausgegeben von Werner K. Weidert, Goldschneck- Verlag, Korb.: 196-204, 7 sw. Fotos, 8 Farbfotos, 1 Tabelle.

Les Coquillages de l'Eocène du Bassin Parisien. Un trésor inestimable vieux de plusieurs dizaines de millions d'années.
Fossiles - Revue Française de Paléontologie, Hors-Série3, 2012.: 108 Seiten;
928 Abb. Saint-Julien-du-Pinet

DUPIN, T. (2004): Le Lutétien moyen. Le Tuffeau de Damery et les fossiles de Fleury-la-Rivière.
Saga, Société Amicale des Géologues Amateurs.: 92 Seiten, Durchgehend bebildert. Paris


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Sehenswertes

                            La Cave aux Coquillages

Champagne Legrand-Latour. 39, rue du Bourg de Vesle, 51480 Fleury la Rivière.

Absolut einmaliges, unterirdisch unter Weinbergen angelegtes Museum, in dem unter anderem die großen "Riesen-Turmschnecken" Campanile (Campanilopa) giganteum (LAMARCK, 1804) in Fundlage bestaunt werden können.
In dem vom 15. April bis 15. November geöffneten Museum ist beim Besuch auch eine Verköstigung des von der Familie Legrand-Latour hergestellten, sehr guten  Champagners im Eintrittspreis inbegriffen. Falls man dabei ein wenig über den Durst getrunken hat kann man auch gleich in einem der 3 angebotenen Zimmer übernachten.
Absolut empfehlenswert, sollte unbedingt von jeder/jedem die/der sich mal in dieser Gegend aufhält, besucht werden.

Weitere Informationen sind auf der Webseite der Familie Legrand-Latour zu finden: www.geologie-oenologie.fr
Eine sehr gute Beschreibung in Deutscher Sprache gibt es hier bei Steinkern.de als PDF-Datei: La-Cave-aux-Coquillages.pdf
 

 

Hinweisschild am Museumsgebäude.                             Foto vom 16. Mai 2010


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